Am 25. Oktober eröffnete Premierminister Masrour Barzani das Handelsprojekt Golden Global Development in der Autonomen Verwaltung Zakho.
Zu Beginn der Zeremonie besichtigte der Premierminister die verschiedenen Bereiche des Projekts sowie die Fahrzeuge, die das für das Projekt verantwortliche Unternehmen in die Region Kurdistan importiert hatte.
In seiner Rede betonte der Premierminister, wie wichtig es sei, die Wirtschaft der Region Kurdistan breiter aufzustellen und den Industriesektor stärker zu fördern.
Nachfolgend die Rede im vollständigen Wortlaut:
Im Namen Gottes, des Allerbarmers, des Barmherzigen.
Sehr geehrte Gäste,
liebe Schwestern und Brüder,
ich heiße Sie alle herzlich willkommen. Besonders begrüßen möchte ich den japanischen Konsul, den Leiter des chinesischen Konsulats sowie den Vertreter von Jetour. Schön, dass Sie alle hier sind.
Ich freue mich sehr, heute die Autonome Verwaltung Zakho und insbesondere den Unterbezirk Batel zu besuchen. Wir sind hier zusammengekommen, um die Eröffnung und den Start von drei wichtigen Industrieprojekten zu feiern, insbesondere im Bereich der Automobilindustrie.
Ich möchte mich bei der Muhannad Group, insbesondere bei Herrn Ahmed Mushir, sowie bei Herrn Ahmed Rekani für ihre Beteiligung an diesen Investitionen gemeinsam mit chinesischen und japanischen Unternehmen bedanken. Diese Projekte werden zweifellos einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung des Industriesektors in der gesamten Region Kurdistan leisten.
Neben der Weiterentwicklung dieses Sektors werden die Projekte zahlreiche Arbeitsplätze für die Menschen in dieser Gegend und in ganz Kurdistan schaffen.
Die Förderung des Industriesektors ist ein wichtiger Bestandteil des Regierungsprogramms der Regionalregierung Kurdistans. Gleichzeitig wollen wir die Einnahmequellen der Region diversifizieren und unsere Wirtschaft breiter aufstellen. Deshalb haben wir uns vorgenommen, den Industriesektor stärker zu fördern.
Ich möchte mich auch beim Leiter der Autonomen Verwaltung Zakho dafür bedanken, dass er die Entwicklung des Industriesektors in seinem Verwaltungsgebiet unterstützt und die notwendigen Voraussetzungen dafür geschaffen hat. Vielen Dank an Sie alle.
Wie wir gesehen haben, wurde hier bereits viel erreicht. Besonders wichtig ist, dass dieser Standort künftig als Vertriebszentrum von Nissan für alle nach Irak importierten Fahrzeuge dienen wird. Von hier aus werden die Fahrzeuge in die anderen Landesteile weitertransportiert.
Dadurch entstehen zusätzliche Arbeitsplätze für die Menschen in der Region Kurdistan, insbesondere in dieser Gegend. Gleichzeitig können unsere Bürgerinnen und Bürger weitere Erfahrungen in der Privatwirtschaft sammeln.
Vor einiger Zeit haben wir in Duhok ein ähnliches Projekt von Toyota eröffnet. Bereits davor wurde in Erbil ein vergleichbares Projekt in Betrieb genommen.
So Gott will, ist dies ein vielversprechender Anfang für die weitere Entwicklung des Industriesektors in der gesamten Region Kurdistan, in allen Städten, Gouvernements und Bezirken.
Kurdistan liegt an einem strategisch besonders wichtigen Standort, der zahlreiche Märkte im Nahen Osten miteinander verbindet. Diese Lage bietet uns die Möglichkeit, eine größere und wichtigere Rolle bei der wirtschaftlichen Entwicklung der gesamten Region zu spielen.
Sie kann auch dazu beitragen, Kurdistan zu einem regionalen Wirtschaftszentrum zu machen und weitere Unternehmen dazu bewegen, in der Region Kurdistan zu investieren. Damit würden sie nicht nur zur wirtschaftlichen Entwicklung der Region beitragen, sondern auch selbst von ihren Investitionen profitieren.
Ich rufe auch die Investorinnen und Investoren in Kurdistan dazu auf, verstärkt über Investitionen in der Region Kurdistan nachzudenken und, wo es sinnvoll ist, Joint Ventures mit ausländischen Unternehmen zu gründen. Dadurch können wir nicht nur unsere Wirtschaft stärken, sondern auch wissenschaftliche Kenntnisse und Fachwissen im Industriesektor weiterentwickeln.
Wir haben gesehen, wie viele Fähigkeiten und welches große Potenzial unsere jungen Menschen mitbringen. Sie sind eine enorme Stärke für die Weiterentwicklung der Region Kurdistan in allen Bereichen.
Gleichzeitig können wir durch den Erwerb neuen Wissens und den Austausch mit Fachleuten aus dem Ausland unsere bestehenden Kenntnisse, Fähigkeiten und Arbeitsweisen in der Region Kurdistan weiter verbessern.
Meinen Informationen zufolge wurden in den vergangenen Jahren Tausende Arbeitsplätze für unsere Bevölkerung geschaffen. Genau das war eines der Ziele der Regionalregierung Kurdistans: durch eine breitere wirtschaftliche Aufstellung möglichst viele neue Arbeitsplätze zu schaffen.
In der Vergangenheit haben wir uns besonders auf die Landwirtschaft konzentriert. Nun verfolgen wir bei der Entwicklung des Industriesektors denselben Ansatz.
Auch der Tourismus ist ein Bereich, dem wir große Aufmerksamkeit gewidmet haben. Diese Wirtschaftsbereiche ergänzen einander und tragen gemeinsam dazu bei, mehr Arbeitsplätze für unsere Bevölkerung zu schaffen und die Wirtschaft der Region Kurdistan weiterzuentwickeln.
Besonders gefreut hat mich die Nachricht, dass Batel der einzige Unterbezirk in der gesamten Region Kurdistan und im gesamten Irak ist, in dem die Arbeitslosenquote auf null gesunken ist.
Das ist eine bemerkenswerte Leistung, die Anerkennung verdient. Ich gratuliere dem Unterbezirk Batel, der Autonomen Verwaltung Zakho und ganz Kurdistan zu diesem Erfolg.
Soweit ich gehört habe, gibt es hier weiterhin zahlreiche offene Stellen. Wer arbeiten möchte, kann also eine Beschäftigung finden. Es gibt sogar noch genügend Arbeitsmöglichkeiten für Menschen aus anderen Gegenden, die hierherkommen, um Arbeit zu suchen.
Das ist wirklich erfreulich. Ich hoffe, dass auch alle anderen Städte und Bezirke Kurdistans ähnliche Schritte unternehmen werden, um ihre lokale Wirtschaft und die Privatwirtschaft zu stärken. Damit würden sie auch die Bemühungen der Regionalregierung Kurdistans unterstützen.
Die Regierung wiederum muss alles in ihrer Macht Stehende tun, um die Privatwirtschaft zu unterstützen und Investitionen und wirtschaftliche Aktivitäten zu erleichtern. Nur so können wir die Wirtschaft der Region Kurdistan weiter voranbringen.
Ich habe mich auch sehr gefreut, die weiteren Projekte zu sehen, bei denen teilweise gerade erst der Grundstein gelegt wird. Auch diese Projekte werden zweifellos zusätzliche Arbeitsplätze schaffen.
Das chinesische Unternehmen Jetour wird hier in der Region Kurdistan die erste Anlage dieser Art zur Montage und Herstellung von Fahrzeugen errichten.
Das ist ein bedeutender Schritt für die Entwicklung der Automobilindustrie in Kurdistan und wird weitere Arbeitsplätze in dieser Gegend schaffen.
Darüber hinaus wird das Projekt unserer Bevölkerung, insbesondere unseren jungen Menschen, wertvolles Wissen und praktische Erfahrung in diesem Bereich vermitteln. Es wird zweifellos einen wichtigen Beitrag zur technologischen und industriellen Entwicklung leisten.
Ein weiteres Projekt ist Motor Plex, ein Zentrum zur Förderung der Automobilbranche. Dort sollen junge Menschen ausgebildet und unterstützt werden. Sie können Fahrtechniken erlernen und sich mit den Grundlagen, Vorschriften und technischen Anforderungen der Automobilindustrie vertraut machen.
All diese Projekte sind wichtige Schritte in die Zukunft, von denen die Menschen in Kurdistan profitieren werden.
Ich möchte mich bei allen beteiligten Unternehmen bedanken, insbesondere bei der Muhannad Group und der chinesischen Harlem Group.
Noch einmal heiße ich sie alle herzlich willkommen und danke ihnen für die Projekte, die sie heute vorgestellt haben.
Ich wünsche Ihnen allen viel Erfolg. So Gott will, werden Sie auch in Zukunft erfolgreich sein und sich stetig weiterentwickeln. Möge auch unser Kurdistan weiterhin wachsen und gedeihen.
Originalartikel (auf Kurdisch)
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